Quality Time mit Hund

Ich hab da mal eine Frage: Was bedeutet für dich Quality Time mit deinem Hund? Und wie verbringst du sie?

Für mich persönlich ist es eine bewusste Auszeit vom oftmals stressigen Alltag ganz nach dem Motto: Raus in die Natur. In dieser Auszeit gibts nur zwei Hauptdarsteller: meinen Hund Leo und mich. Das gemeinsame Erleben steht dabei im Vordergrund, das Handy ist nur für die Fotos mit und sonst nichts. 🙂 Ein wichtiger Punkt: das Tempo bestimmt der Hund. Wir wollen schließlich keinen Marathon zurück legen. Ich hab mal kurz zusammengefasst, wie wir unsere Quality Time verbringen.

Raus in die Natur.
Ich versuche unsere Ausflüge in mehr oder weniger nahe gelegenen Wäldern, Auen und sonstigen paradiesischen Gegenden vor den Toren Wiens oder etwa im Burgenland abwechslungreich zu gestalten. Immer die selben Orte sind schließlich langweilig und wir mögen es gerne abenteuerlich, wo es einfach viel zu erkunden und entdecken gibt. Und vor allem gehts darum, die Ruhe zu genießen… fernab des Großstadtdschungels. Wir sind ein mittlerweile gut eingespieltes Team und wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können. Daher gilt grundsätzlich für uns: es darf gemacht werden was Spaß macht. Selbstverständlich ohne dabei Wildtiere oder dergleichen zu stören oder schaden. 😉

Ein Programm nach Leos Geschmack.
Leo ist ein kleiner Klettermax, dem es irrsinnig taugt, auf Baumstämmen zu balancieren und er ist unglaublich geschickt darin. Übung macht eben den Meister. Aber es müssen nicht immer Baumstämme sein, wir haben da schon unsere Plätze, wie ihr sehen könnt.. 🙂

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Gehts nach Leo, so ist es umso besser, je schwieriger die Aufgaben sind. Selbst wenn es wackelig oder der Platz knapp bemessen ist – der kleine Löwe traut sich drüber. Kletterübungen sind nicht nur gut fürs Körpergefühl, der Hund bewältigt aktiv ein Hindernis und findet eine Lösung um ans Ziel zu kommen. Dies wiederum stärkt das Selbstbewusstsein, die Geschicklichkeit wird mit jedem Mal verbessert und Hund traut sich nach und nach schwierigere Herausforderungen anzunehmen.

Gerne baue ich auch Suchspiele ein, ob nun eine ganz einfache Leckerli-Suche oder mit einem Dummy, den wir irgendwo im Gebüsch verlieren, um den verloren gegangenen Dummy dann wieder zu finden. Natürlich so unauffällig wie möglich, damit Hund nichts merkt. 😉

Einfach Hund sein.
Es muss aber nicht immer mit Aufgaben verbunden sein – so gern diese vom Hund auch bewältigt werden. Prinzipiell soll Hund einfach mal Hund sein dürfen ohne großartiger Signale* von uns Menschen. Großen Genuss empfinden Hunde häufig, wenn sie sich in etwas meist Stinkendem wälzen können. Tote Tiere sind freilich nicht das Eau de Toilette, das man sich wünscht. Leo wählt zum Glück nur harmlose Stinkblumen und ist ein wahrer Meister, wenn es darum geht den Duft an einer gewissen Stelle seines Hundekörpers zu platzieren. Punktgenau landet er mit seiner Schulter im „Hundeparfum“ und zelebriert das darin Wuzeln mit Hingabe. Viele Hundebesitzer sind freilich nicht begeistert, wenn Hund das macht und versuchen dies oftmals hysterisch zu verhindern. Ich denk mir wiederum, solang es nicht was richtig Ekeliges ist, sollen sie es doch machen. Hunde haben nun mal einen anderen Sinn für geruchliche „Ästhetik“. Und sollte es wirklich was Grausiges sein, ja dann muss das Stinktier halt unter die Dusche. 😛

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Für Leo sind auch noch Dinge wie Schwimmen gehen und dabei Stöcke aus dem Wasser zu retten, in einen Maulwurfshügel die Nase hineinzustecken und zu buddeln oder das Anpirschen an einen Raben weitere hündische Freuden, die einfach dazu gehören. Solange das im Rahmen ist, ist es für mich auch okay. Nichts davon würden wir zu intensiv betreiben, weil dies eventuell zu Problemen führen kann. Und wenn’s mal nicht geht oder in der Situation unpassend ist, dann finden wir eine Alternative.

Probiers mal mit Gemütlichkeit.
Bei all‘ der Action darf die Entspannung natürlich nicht zu kurz kommen. Und damit meine ich einfach n-i-c-h-t-s tun. Das muss ja schließlich auch mal sein, oder? Und so ein gemeinsames Nickerchen nach einem ausgiebigen Spaziergang oder eine Kuscheleinheit ist schon was feines und darf nicht zu kurz kommen, sofern der Hund ein Schmuser ist. Manchen Hunden reicht auch nur Kontaktliegen.

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Quality Time kann so vieles sein, wir müssen sie uns nur bewusst nehmen und genießen. Bei genannten Dingen profitieren Beide, denn das dabei ausgeschüttete Bindungshormon Oxytocin ist gut für unsere Gesundheit und senkt nachweislich Stress. Außerdem wird die Beziehung zwischen Hund und Halter vertieft und gestärkt.
Ich kann solche bewussten Auszeiten nur jedem Hundehalter Nahe legen. Du wirst es deinem Hund danken. Im Gegenzug kassierst du vielleicht auch das eine oder andere Bussi.. 😉 Mein Betrag endet hier ohnehin, also schnapp dir deinen Hund und raus mit euch! 🙂

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*zur Erklärung: Signale im Sinne von „Kommandos“. Ich mag das Wort aber nicht, weil es so militärisch klingt. 😉

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