Verbiete mich, wer kann!

Ei, wie ist es schön in der Natur spazieren zu gehen! Seinen Kopf frei zu bekommen und eine entspannte Zeit mit seinem Frauli zu genießen. Doch egal wohin man kommt, es scheint als würden wir nahezu überall fast drüber stolpern: ein Schild mit Namen „Hundeverbot“. Gerade an den schönsten Fleckchen wird sie uns regelrecht vor die Nase geknallt: die „Hundefreie Zone“.

Ausgerechnet an solchen Plätzen findet man allerdings oft andere Dinge, die das Wörtchen Hundeverbot gar lächerlich wirken lassen. Dort wäre meist ein anderes Schild angebracht. Ein Schild mit den Worten: „Verbot für Umweltsünder!“ Oder ums überspitzt zu formulieren: „Verbot für hirnlose Menschen!“

Mir stellen sich dann mehrere Fragen: Welche Hunde waren wohl hier und haben ihre leeren Fastfood-Kartons nicht weggeräumt? Der ausgetrunkene Kaffee-Becher wurde von Herrn oder Frau Hund ebenso stehen gelassen. Und was liegt da unterm Tisch? Die leere Energiedrink-Dose! Ach herje, welche Hunde entsorgen sonstigen Müll im Windschutzgürtel oder schmeißen achtlos ihre Zigarettenkippen ins Gras? Ich wusste übrigens gar nicht, dass es unter uns Hunden Raucher gibt!? Hmmm…*

Ob diese Umweltsünder überhaupt verstehen, wie lange dieser Müll zum Verrotten braucht oder dass manche Dinge sich sogar niemals zersetzen? Ich will ja nix sagen, aber unsere hündische Hinterlassenschaft tut das wenigstens schon.. Das soll jetzt nicht dafür sprechen, dass viele Hundebesitzer den Kothaufen ihres Lieblings liegen lassen! Im Gegenteil! Frauli und ich können es nicht leiden, wenn wir in ein solches Kunstwerk steigen oder in Gegenden unterwegs sind, wo wir einen Spießrutenlauf absolvieren müssen, weil so viel Hundekot herumliegt. Frauli und ich sind natürlich absolut fürs Credo „Nimm ein Sackerl für dein Gackerl!“.

Damit möchte ich nur aufzeigen, dass der Hundekot (der zwar auch ein ekeliges Problem ist) sicher das geringere Übel ist, im Gegensatz zum Zigarettenstummel, der Aludose, dem Kaffeebecher oder sonstigen Dreck, der einfach achtlos in die Umwelt geworfen wird. Müll, der unsere wunderschöne Natur verschmutzt und für viele Wildtiere und sonstige Lebewesen eine Gefahr darstellt. Vielleicht denkt der eine oder andere mal drüber nach.

Hier seht ihr übrigens ein tolles Beispiel dafür, wie es Mensch auch machen kann. Statt ein Hundekack-Verbotstäfelchen aufzustellen – die übrigens wie die Pilze aus dem Boden schiessen – werden Kot-Sackerl zur freien Entnahme angeboten. Darunter noch dazu ein Napf mit frisch gefülltem Wasser für durstige Artgenossen. Gesehen in Wien 21 – bäääm! Wie finden wir das!? Charmant und überaus zuvorkommend. Da hat wer mitgedacht und was daraus gemacht. So muss man den Kack-Sündern kommen. 😉 So, Schluss mit dem Gerede von der Notdurft…

Ich laden Hundebesitzer ein, bei einem kleinen Experiment mitzumachen! Auf euren täglichen Spazierrunden nehmt doch bitte – neben den immer eingesteckten Kotbeutel – auch ein Extra-Sackerl oder einen Müllsack mit und sammelt all’ den Unrat ein, den ihr dabei so findet. Sammelt dies vielleicht einfach mal über ein, zwei, drei Tage… vielleicht sogar eine Woche. Und schickt mir dann ein Bild von eurer Sammlung. Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt!

In diesem Sinne: Verbiete mich, wer kann! Das kostet mich nur einen dezenten Lacher. Ohne Schmäh! 😉


*Edit: Auf geschätzten fünf Metern Entfernung befand sich übrigens ein Mülleimer, der leider so ziemlich leer war. Kein Wunder, weil der ganze Müll ja auch nicht darin gelandet ist. Wir haben diesen nach dem Knipsen der Fotos selbstverständlich entsorgt. 😉 

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