Über Wege, die man einschlägt.

Mein Frauli hat in ihrem Leben schon viele Entscheidungen treffen müssen. So wie jeder Mensch. Wenn dann auch noch jemand dran hängt, wie zum Beispiel so ein wutziges Hundeknäuel wie ich es bin, verändert das natürlich so einiges. Denn schließlich gehts bei vielen Dingen ja auch um mich und mein Wohl. Da kann man nicht so mir nichts, dir nichts drauf pfeifen um sein Ego zu befriedigen. Aber das war sowieso nie Fraulis Ding. Ich behaupte ja in ihr steckt ein kleiner Rebell mit Gerechtigkeitssinn und viel, viel Herz. Mein Ebenbild halt! 😀 Wär ja nicht von ungefähr, wenn man das Leben ihres Urahnen Andreas Schrembser so durchleuchtet. Das hat sie nämlich getan im Zuge ihres Studiums. Aber das ist eine andere Geschichte..

In meiner allseits beliebten Rubrik „Leo Wutz klärt auf“ gehts diesmal um die Wege, die wir gehen und die Bücher, die wir schreiben. Mit meinem Einzug hat Frauli das wohl beste Kapitel ihres Lebens begonnen, behaupte ich. Nein, weiß ich! Rückblickend betrachtet hat sie alle Entscheidungen aus dem Bauch heraus oder eben mit dem Herzen getroffen. Rational geht gar nix. Zumindest bei meinem Frauli nicht. Sie handelt sehr häufig nach ihrem Gefühl. Und das ist zuverlässiger als ihr manchmal lieb ist und ja, fast ein bisschen unheimlich.

Kein Weg, den man auf seiner Reise einschlägt, ist immer kerzengerade. Kurven, Untergrundveränderungen, sowie Berg- & Talfahrten machen ihn erst aus. Die Erkenntnis darüber gewinnen wir vielmals erst im Nachhinein. Im Job lernt Frauli viele Menschen kennen, die eine Entscheidung getroffen haben. Nämlich die, einen Hund in ihre Familie aufzunehmen. Vielleicht ist es für sie keine fürs Leben, wie es letztlich für mein Frauli war. Aber zumindest für viele Jahre und das will gut überlegt sein. So ein Hund bedeutet Veränderung – das muss euch Menschen klar sein! Dann könnt ihr nicht nur nach euren Gunsten handeln, sondern müsst ein Lebewesen miteinbeziehen. Ein Tier, das von euch schlichtweg abhängig ist, euren Lebensrhythmus beeinflusst, euren Alltag aufmischt, euch wachrüttelt. Das passiert alles, wenn es euch bewusst genug ist und ihr Kompetenz und Verantwortlichkeit an den Tag legt. Denn nur dann habt ihr es verstanden, was es heißt ein gutes anderes Ende der Leine zu sein. Und obendrein geht alles viel einfacher und nahezu im Einklang mit eurem Hund. Ihr müsst halt außerdem kapieren, dass es Perfektionismus nicht gibt. Kein Hund und schon gar kein Mensch ist perfekt. Da fällt mir doch gleich mein Artikel aus dem Jahr 2017 ein: So schaut das bei uns aus.. 😉 Nur so als Denkanstoß.

Über Wege, die man einschlägt. (c)dogtome

Gemeinsam Wege bestreiten. Das können wir, mein Frauli & ich. (c)dogtome

Sollte es mal nicht so laufen: nicht gleich alles über Bord werfen und aufgeben! Manchmal darf man sich aber auf gut deutsch “einfach nix scheißen” und gar denken, was XY dazu sagt oder darüber denkt. Und da sind wir wieder beim – wenn man so sagen will – Rebell, der gegen den Strom schwimmt. 😀 💚  Frauli und ich haben in den letzten Wochen und Tagen intensiv reflektiert – über unseren gemeinsamen Weg und die Entscheidungen, die wir getroffen haben. Glaubt mir, wir selbst haben in den ersten Jahren gebraucht um uns zusammenzuraufen. Nichts auf der Welt entsteht von heute auf morgen. Das braucht Zeit. Wie es halt im Leben so läuft. Eines Tages wachst du dann auf und es ergibt alles Sinn. Wir können unsere Glücksgefühle kaum fassen und ordnen. Wir möchten das Gefühl haltbar machen, einfrieren, vakuumieren, ankern,.. abrufbar machen für nicht so gute Zeiten. Und genau das werden wir machen. Weil es nämlich funktioniert und schaden kanns natürlich sowieso nicht.. 😉

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