Von der magischen Anziehungskraft auf kleine Menschen.

Warum ich es hier in Bisamberg so liebe!? Wir haben die urcoolen Nachbarn. Meine mir liebste Nachbarin ist aber eindeutig die kleine Sophie. Und DAS beruht auf Gegenseitigkeit. Sie ist mit Abstand mein größter Fan. Sophie flippt teilweise förmlich aus, wenn sie mich auch nur sieht. Mein liebster Platz? Unter ihrem Hochstuhl, denn eins hab ich gelernt: bei Kindern fällt IMMER etwas ab. 😉 Ich konditioniere sie gerade erfolgreich darauf mir ihr Essen runterzuwerfen und ich muss sagen: sie ist schlau und lernt sehr schnell. Nebenbei erheitern wir zwei unsere Fraulis bzw. Mamas ungemein. Bei all dem Spaß, möcht’ ich aber betonen, dass Frauli und Sophies Mama immer ein besonders scharfes Auge auf uns haben. Man kann ja nie wissen. Wir kennen, akzeptieren und mögen uns sehr. Dennoch sollte man Kind und Hund nie und nimmer allein lassen oder einfach mal schauen was passiert. Das ist verantwortungslos dem Kind und dem Hund gegenüber. Gutmütigkeit darf also nicht ausgenützt werden! 

Leo & Sophie (c)dogtome

Leider kursieren die verrücktesten Gerüchte unter euch Menschen. Manche sind ernsthaft der Meinung, dass der Hund einfach nichts zu machen hat oder gar so trainiert werden kann. Das ist allerdings Blödsinn. Woher sollen wir Hunde wissen, dass Kleinkinder noch kein Gefühl haben, wenns darum geht uns Anzugreifen? Aus dem Streicheln, kann im Kleinkindalter schon mal ein „zupacken“ oder „an unserem Fell ziehen“ werden. Uns unverblümt in die Augen zu stirdeln oder unsere Rute zum Festhalten missbrauchen, sind weitere Beispiele. Mit Absicht macht das sicher kein Kind, es weiß und kann es einfach noch nicht besser. Kleine Menschen sind in den ersten Monaten und Jahren auf Entdeckungsreise – nehmen alles in den Mund oder ertasten die Welt mit ihren winzigen (aber nicht minder kräftigen) Händchen. Sie torkeln gruselig auf uns zu oder wollen sich zu uns ins Körbchen kuscheln. Wir Hunde schauen süß wie ein Stofftier aus und es ist somit nicht verwunderlich, wenn wir zum Objekt der Begierde auserchoren werden.

Doch Leute! Aufwachen! Das geht nicht und ist auch nicht lieb, geschweige denn in Ordnung. Da werden Grenzen überschritten und eure Kinder letztlich in Gefahr gebracht. Wird es uns Hunden zu viel, kann es böse ausgehen. Auch wenn es der Hund in dem Moment gar nicht so meint. Es ist immer leicht zu sagen, der Hund trägt Schuld, weil er aus heiterem Himmel geschnappt oder gar gebissen hat. Das ist genauso ein Schwachsinn, weil wir kommunizieren anhand von Beschwichtigungssignalen und warnen rechtzeitig! Nur leider können die wenigsten Erwachsenen diese Signale lesen oder nehmen uns schlichtweg nicht ernst. Ich behaupte ja, dass wir zu einer absolut missverstandenen Spezies gehören. Aber das speist eine Reihe von Blogbeiträgen, die ich noch schreiben muss…

Leo Wutz (c)dogtome

Worauf ich hinaus will? So ein Leben mit Kind und Hund unter einem Dach will gut gemanagt sein, denn für Beide ist es wichtig mal eine Auszeit voneinander zu haben! Es ist die Aufgabe der Eltern diese Pause gezielt zu setzen. Sie sind hoffentlich verantwortungsbewusst genug um die Entscheidung im Sinne von uns Hunden und ihren Kindern zu treffen. Zu sagen, dass der Hund sich schon zurück zieht, wenn es ihm zu viel ist, reicht nicht! Unter uns Hunden gibt es Typen, die sich schlichtweg nicht zurück ziehen können. Aus Angst etwas zu versäumen oder weil wir es ab einem gewissen Punkt nicht mehr schaffen runterzufahren und zu entspannen.

Es beißt sich schlussendlich die Katze in den Schwanz: weil wenn wir zu wenig Ruhezeit haben, können wir nicht regenerieren. Das ist für das friedliche Zusammenleben mit Kids nicht förderlich. Ohne Ausgleich dreht sich die Spirale weiter und Stress kann zu einer Dauerbelastung werden. Das wiederum hat zur Folge, dass wir krank werden. Dies macht sich bemerkbar indem unsere Verdauung verrückt spielt, wir Probleme mit unserer Haut bis hin zu unserem Verhalten bekommen. Unterschätzt das bitte nicht, sondern holt euch so rasch wie möglich Hilfe. Schon kleine Managementmaßnahmen und Veränderungen können so viel mehr Entspannung reinbringen.

Beachtet ihr Menschen das unter ein paar anderen Dingen, so steht einer schönen und vertrauensvollen Freundschaft zwischen Kind und Hund nichts mehr im Wege, gell meine süße Sophie!?

Langsam zusammenwachsen. (c)dogtome

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